

Khur Pride
29.08.2026
Am 29.08.2026 ist es endlich wieder soweit. Die – so mungelt mensch – älteste Stadt der Schweiz hosted eine weitere Pride und verwandelt die Gassen der Churer Altstadt zum dritten Mal in einen Ort der Sichtbarkeit, der Stärke und des Miteinanders. Mit dem Motto "flurir ensemen" (rumantsch grischun für "gemeinsam blühen wir auf") dreht sich dieses Jahr alles um die Blumenvielfalt Graubündens – von der Blume als wiederkehrendes Motiv in unterschiedlichen Bündner Traditionen (wir denken an "Chalandamarz", Hausinschriften und Brunnenschmuck, Trachten-Sujets oder verschiedene Gedichte und Songtexte) über ihre Eigenschaft der Widerstandsfähigkeit bis hin zur queeren Symbolik unterschiedlicher Blumenarten. So sind auch wir – einer wunderschönen Blumenwiese gleich – stark mit unserem Kanton verwurzelt und sorgen für Farbe und Vielfalt in Graubünden. Höchste Zeit also, ein gemeinsames Aufblühen zu zelebrieren! Und zwar in Blumen-Manier allen Widrigkeiten zum Trotz: Diskriminierung, Ungleichbehandlung, Hass und Stereotypisierungen stellen wir uns genau so entschlossen und stark entgegen wie es die Alpenrose bei starker UV-Strahlung und extremer Kälte tut. Voller Stolz blühen wir gemeinsam auf und zeigen wir uns, wie wir sind: Einzigartig, bezaubernd, stark und als ein wichtiger Bestandteil unseres Kantons.
PROGRAMM
Zuerst werden wir demonstrierend durch die Gassen Churs ziehen, die alten Pflastersteine gemeinsam mit starken Parolen düngen und welke Blumen solange mit Glitzer begiessen, bis sie gemeinsam mit uns aufblühen. Wir werden laut sein, hässig sein, entschlossen sein, demonstrieren und aufklären, uns sichtbar machen. Nach der Demonstration finden wir uns gemeinsam im Churer Stadtpark ein, wo uns auch dieses Jahr ein heisses Programm erwartet. Wir freuen uns auf diverse Acts, Musik, Reden und ganz viel queere Energie!
Demonstration
Treffpunkt: 14.00 Uhr, Alexanderplatz in Chur
Dauer der Demonstration: 60 Minuten
Acts im Stadtgarten
Folgende Acts/Redner:innen treten ab 15.15 Uhr im Churer Stadtgarten auf (Liste wird laufend ergänzt):

Die Autorin und Nationalrätin Anna Rosenwasser mit den Schwerpunkten Feminismus und LGBTQ sensibilisiert in Form von Texten, Auftritten und in den sozialen Medien junge Menschen auf gesellschaftspolitische Themen. Mit über 62’000 Follower:innen auf Instagram zählt sie zu den grössten politischen Social-Media-Kanälen des Landes.

Third Kylie ist eine visuelle Drag-Künstlerin, die Appenzeller Kultur mit Populärkultur verschmilzt und so eine lebendige Mischung aus Tradition und Moderne schafft. Aufgewachsen im überwiegend konservativen Appenzell Ausserrhoden, nutzt Third Kylie Drag, um ihre kulturelle Identität zuerforschen und zurückzuerobern, indem sie konservative lokale Wahrnehmungen herausfordert. Sie interpretiert traditionelle Symbole neu und zelebriert die Wandelbarkeit von Identität, während sie gleichzeitig mit Stolz ihr kulturelles Erbe umarmt und neu definiert.

Jenn (Vocals, Bass),San(Vocals, Drums) und Mad (Gitarre, Bass,Backing Vocals) sind «Alli Vibes», eine queerfeministische Revolution in Bandform. Irgendwo zwischen Punk, Spoken Word, Rapund Funk, immer direkt und ehrlich, oft lautund «in die Fresse», manchmal zart undverletzlich. Alli Vibes legt sich nicht auf ein (oder drei) Genres– geschweige denn Instrumente – fest. Konsequent sind sie aber in ihrer Attitude, mit der sie Türen eintreten, um dahinter einen flauschigen Raum zu erschaffen für alle, die von der cishetero- patriarchalen Norm abweichen.

Carmen Cresta spielt Blues, ist queer und stammt aus den Bündner Bergen – was für eine Kombination! Auf der Bühne ist sie keine Künstlerin, sondern eine musikalische Naturgewalt. Tanzend spielt sie Gitarre und interpretiert ihren akustischen Blues/Blues-Rock roh und authentisch. Samples und künstliche Intelligenz kommen für sie nicht in Frage. Ihre Präsenz genügt, um die Atmosphäre des Raumes spürbar zu verändern. In ihren Songs erzählt sie von Liebe, Beziehungen und Freundschaft und berührt damit die Seele. Begleitet wird sie von Stefan am Bass und Werni K. an der Mundharmonika.
Acts an der Afterparty
Die Afterparty findet direkt neben dem Churer Stadtgarten in der Postremise statt. Ab 18 Jahren, mit Tickets (Infos zum Ticketkauf folgen).
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Momiiza's Leidenschaft für Musik begann lange vor dem ersten Auftritt hinter den Decks. Aufgewachsen in Domat/Ems, zurzeit in Bern zuhause, gehört sie zu den frischen Gesichtern der Szene und überzeugt mit energiegeladenen Sets. Der Sound? Mal Trance, mal Bounce, mal etwas anderes – aber nichts für die, die es gerne langsam haben. Zwischen treibenden Bounce-Rhythmen, frechen Vocals und druckvollen Sounds entsteht ein Set, das die Tanzfläche von Anfang bis Ende in Bewegung hält.
